Wie wird ein Erdbecken gebaut?

Mit dem Bauherrn wird mit uns oder einem Architekten vor Ort und nach Rücksprache mit der Behörde die genaue Lage des geplanten Erdbeckens festgelegt. Sobald die Genehmigung des Bauantrags ( erstellt von einem Architekten) erfolgt ist, kann der Bau des Erdbeckens beginnen.

1. Erdarbeiten

Die Erdbecken haben in der Regel eine Gesamt- tiefe von 2,7 - 4,2 m. Der Erdaushub erfolgt in einer Tiefe von 1,0 -1,5 m. Mit dem anfallenden Erdaushub werden die statisch bemessenen Wälle soweit aufgesetzt, bis die geplante Gesamttiefe erreicht ist. Die Innenböschungen werden in einem Winkel von 38 - 45° ( richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit) hergestellt, die Außenböschungen mit 30°. Die Sohle wird mit einem Gefälle von 1,5 - 2 % zu einem in der Böschung eingebautes Kontrollrohr ( DN 150) hergestellt.

2. Leckerkennung

Jedes Gülle-Erdbecken benötigt eine Leckerkennung. Diese dient dem Bauherrn zur Eigenkontrolle der Hauptdichtungsbahn. Für die Leckerkennung wird auf das Erdplanum vollflächig im Sohle u. Böschungsbereich eine Sicherheits - Unterfolie in der Stärke von 0,2 - 2,0 mm eingebaut.

Die Stärke der Folie richtet sich nach den Anforderungen der einzelnen Bundesländer u. den unteren Wasserbehörden und der "Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung".

Auf die eingebaute Kontrollfolie wird eine speziell für diesen Zweck geprüfte Leckerkennungs-Drainmatte verlegt.
Die Dichtigkeitsüberwachung erfolgt über den im Böschungsbereich eingebauten Kontrollschacht.

3. Hauptabdichtung

Über die Drainmatte wird die eigentliche Abdichtung (eine Kunststoffdichtungsbahn aus HDPE 2,0 mm) vollflächig verlegt und verschweißt.

Diese Dichtungsbahn hat eine sehr hohe Qualität und ist absolut resistent gegen UV-Strahlen, Gülle, Jauche, Silosickersäfte, Durchwurzelung, Nagetier und Frost.

Verschweißt werden die Dichtungsbahnen mit einem speziellen Schweißverfahren durch unsere Monteure. Alle Schweißnähte haben einen Prüfkanal, die auf 100%-ige Dichtigkeit geprüft werden.

4. Befüllung

Vom Stallgebäude wird eine Druckleitung DN 150 bei einer Tiefe von 0,80 m zum Gülle-Erdbecken verlegt. Entsprechend den Richtlinien für den Bau von Gülle-Erdbecken wird die Zu- und Ablaufleitung immer über den oberen Rand der Böschung verlegt.

Das Ende der Rohrleitung in der Beckensohle wird entweder mittels einer Schelle auf eine vorher zu betonierende Betonplatte oberhalb der KDB oder mit einem betongefüllten Autoreifen befestigt.

5. Homogenisierung

In der Regel werden für die Homogenisierung Schlepperrührwerke eingesetzt.

6. Entnahme

Die Entnahme erfolgt über einen eingebauten flexiblen Gülleschlauch, der an der tiefsten Stelle des Gülle-Erdbeckens mit einem betongefüllten Autoreifen befestigt und am anderen Ende direkt am Güllewagen angeschlossen wird.

7. Entnahmestelle

In dem Bereich, wo der Güllewagen bei der Entnahme steht, muss eine befestigte Betonfläche mit einem Auffangschacht für ev. auslaufende Gülle beim Entnahmevorgang hergestellt werden.

8. Einzäunung

Die Einzäunung erfolgt über einen Maschendrahtzaun, Höhe 1,80 m - Maschenweite 60 mm, im unteren Bereich kleintiersicher.

Anfrage Erdbecken

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